RATP - aimer la ville Internetseite des Mediators der RATP-Gruppe

Der Einsatzbereich

Über das staatliche Industrie-und Handelsunternehmen RATP hinaus erstreckt sich der geographische Einsatzbereich des Mediators/der Mediatorin der RATP auch auf die direkten und indirekten RATP-Tochtergesellschaften, die vertraglich festgelegt haben, die RATP-Mediationsdienste in Anspruch zu nehmen und deren Gesellschaftsgegenstand der öffentliche Personenverkehr ist.

Dieser Tätigkeitsbereich der RATP-Mediatorin ermöglicht einer größeren Anzahl von Konsumenten, die Mediationsleistungen in Anspruch zu nehmen.

In Bezug auf welche Themen kann man den Einsatz des Mediators anfordern?

Sie haben bereits eine schriftliche Reklamation an den Kundendienst der RATP oder an die betreffende Tochtergesellschaft gerichtet und sind mit der Antwort, die Sie erhalten haben, nicht zufrieden oder haben keine Antwort erhalten.

1. Der Mediator/die Mediatorin kann in folgenden Fällen intervenieren:

… in jedem Verbraucherrechtsstreitfall, sei es, in Bezug auf Verkaufsbestimmungen für Fahrscheine, Fragen in Bezug auf die Servicequalität oder Fragen im Zusammenhang mit der Feststellung eines Verstoßes (zum Beispiel, wenn der Fahrausweis nicht entwertet wurde oder bei unerlaubtem Überschreiten einer Kontroll-Absperrung).

… in jedem nationalen oder grenzüberschreitenden Konflikt zwischen einem Kunden und der RATP oder einer ihrer Tochtergesellschaften.

Diese Streitfälle fallen unter die RELC-Bestimmungen (Außergerichtliche Regelung von Verbraucherstreitfällen) gemäß Verordnung Nr. 2005-1033 vom 20. August 2015 und deren Durchführungsbestimmungen, mit welchen die EU-Direktive 2013/11/UE vom 21. Mai 2013 umgesetzt wurde.

In Bezug auf jeden grenzüberschreitenden Streitfall hinsichtlich eines On-line-Kaufs ist nun in allen EU-Ländern die europäische On-line-Plattform für die Beilegung von Streitfällen zuständig, mit welcher der zuständige Mediator/die Mediatorin festgestellt werden kann. Die Adresse der Plattform ist folgende: https://webgate.ec.europa.eu/odr/main/index.cfm?event=main.home.chooseLanguage

… für Streitfälle, die durch Arbeiten, durch die Durchführung von Transporten im städtischen Bereich - im Wesentlichen sind das Lärmbelästigungen oder visuelle Einschränkungen - verursacht werden.

Diese Streitfälle fallen jedoch nicht unter die Bestimmungen der oben erwähnten RELC- Bestimmungen und für ihre Bearbeitung kommt ein anderes Verfahren zur Anwendung.

2. Der Mediator/die Mediatorin kann in folgenden Fällen nicht intervenieren:

… in Streitfällen in Bezug auf Personenschaden, Vergehen oder Streitfälle, die Gegenstand eines Gerichtsverfahrens sind.

… in Streitfällen :

  • in welchen der Kunde nicht nachweist, dass er vorher versucht hat, den Fall mittels schriftlicher Reklamation direkt mit dem zuständigen Kundendienst zu lösen;
  • wenn der Antrag eindeutig unbegründet ist oder missbräuchlich gestellt wird;
  • wenn der Fall bereits vorher von einem anderen Mediator/Mediatorin oder einem Gericht geprüft wurde oder noch geprüft wird;
  • wenn der Kunde den Antrag in einer Frist von mehr als einem Jahr nach seiner schriftlichen Reklamation beim zuständigen Kundendienst an den Mediator stellt (oder nach Ablauf von mehr als zwei Monaten, wenn es sich um einen Verstoß im Zusammenhang mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung handelt);
  • wenn der Streitfall nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fällt.

Im Rahmen der RELC-Bestimmungen (Außergerichtliche Regelung von Verbraucherstreitfällen) ist die Mediation in Verbraucherstreitfällen nicht anwendbar:

  • Bei Streitfällen zwischen Unternehmensmitarbeitern ;
  • bei Reklamationen, die gerade von der zuständigen Kundendienststelle behandelt werden;
  • bei direkten Verhandlungen zwischen dem Kunden und der RATP oder der zuständigen Tochtergesellschaft;
  • bei Einigungsversuchen oder Mediation, welche vom Gericht, das mit dem Fall befasst wurde, angeordnet wurden;
  • bei Verfahren, die von der RATP oder der zuständigen Tochtergesellschaft gegen den Kunden eingeleitet wurden.

Wann und wie beantragt man die Intervention der Mediatorin?

Sie können die Intervention der Mediatorin der RATP nur dann beantragen, wenn sie vorher eine schriftliche Reklamation an den zuständigen Kundendienst gerichtet und die Fristen für eine Einreichung eingehalten haben.

Wann beantragt man die Intervention des Mediators/der Mediatorin?

  1. Zuerst müssen Sie sich an den Kundendienst wenden

    Bevor Sie die Intervention der Mediatorin beantragen können, müssen Sie eine schriftliche Reklamation an die Kundendienststelle der RATP oder jener der direkten oder indirekten Tochtergesellschaft des staatlichen Industrie- und Handelsunternehmens der RATP richten, welche vertraglich fixiert hat, die Mediationsdienste der RATP in Anspruch zu nehmen.

  2. Anschließend können Sie die Intervention der Mediatorin beantragen

    Wenn Sie die vom Kundendienst übermittelte Antwort nicht zufriedenstellt oder Sie innerhalb eines Monats keine Antwort erhalten haben, können Sie einen Antrag auf Mediation stellen. Achtung: Gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Verbraucherrechts können Anträge auf Mediation nur akzeptiert werden, wenn diese Vorgangsweise eingehalten wird.

  3. Zu welchem Zeitpunkt?

    Bei einem Streitfall im Zusammenhang mit einer Kundenreklamation und ausschließlich, wenn Sie mit der Antwort der Kundendienststelle der RATP oder der zuständigen Tochtergesellschaft nicht zufrieden sind, können Sie die Intervention des Mediators/der Mediatorin der RATP beantragen, und zwar innerhalb eines Jahres ab der schriftlichen Reklamation an den zuständigen Kundendienst oder, im speziellen Fall eines Verstoßes, innerhalb von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt des Vorfalls. Wenn diese zweimonatige Frist überschritten ist, werden die Geldbußen an die Finanzverwaltung weitergeleitet und die RATP ist für ihre Eintreibung nicht mehr zuständig.

Wie beantragt man die Intervention des Mediators/der Mediatorin?

Der Antrag an den Mediator/die Mediatorin erfolgt schriftlich entweder an die hier angeführte Adresse oder via on-line-Formular.

Adresse der Mediatorin der RATP

Médiatrice de la RATP
LAC LC12
54, quai de la Rapée
75599 Paris Cedex 12

Verfassen Sie ein handschriftliches Schreiben oder schreiben Sie dieses auf Ihrem Computer und versichern Sie sich, dass folgende wesentlichen Informationen darin enthalten sind:

  • Persönliche Daten: Führen Sie gut leserlich Ihren Namen und Vornamen, Ihre vollständige Adresse (die Hausnummer oder Türnummer nicht vergessen, wenn erforderlich) sowie, wenn Sie dies wünschen, Ihre Telefonnummer an.
  • Die Referenznummer Ihres Geldbußenbescheids (im Fall eines Verstoßes): Sie müssen nur die Nummer anführen, die rechts oben auf dem blauen Blatt des Bescheids steht, welchen der Kontrollbeamte Ihnen übergeben hat.
  • Die Referenzen der vom zuständigen Kundendienst bearbeiteten Reklamation,
  • Art des Streitfalls: Beschreiben Sie im Fall eines Verstoßes die Situation, die zu einer gebührenpflichtigen Verwarnung geführt hat und erläutern Sie genau, auf welche Punkte sich Ihre Reklamation bezieht.

Wenn Sie die Mediatorin der RATP aus einem anderen Grund anfordern wollen, erläutern Sie die Fakten, die Ihrer Meinung nach einen Antrag auf Mediation rechtfertigen.

- Die Anlagen: Legen Sie Ihrem Schreiben die Dokumente bei, mit denen Sie Ihren Antrag untermauern können. Senden Sie persönliche Dokumente nicht im Original, außer es handelt sich um Fahrausweise oder um ein RATP-Dokument (Blatt mit dem Bescheid, Quittung…). Persönliche Dokumente werden Ihnen in jedem Fall nach der Bearbeitung Ihres Dossiers zurückgegeben.

Senden Sie Ihr Dossier je nach Wunsch entweder mit Hilfe des On-line-Formulars oder mit normaler Post oder rekommandiert mit Empfangsschein (die Kosten für ein rekommandiertes Schreiben sind von Ihnen zu bezahlen) an folgende Adresse:

Médiatrice de la RATP
LAC LC12
54, quai de la Rapée
75599 Paris Cedex 12

Beachten Sie die Fristen

Wenn es um eine gebührenpflichtige Verwarnung geht, hat der Kunde zwei Monate ab dem Datum der Verwarnung Zeit, um die Mediation zu beantragen, nachdem er vorher eine schriftliche Reklamation an den zuständigen Kundendienst gerichtet hat. Er muss daher zuerst unverzüglich eine Reklamation an den zuständigen Kundendienst richten.

Wer kann einen Antrag an die Mediatorin stellen?

Sie können den Antrag selbst stellen oder dies über einen Verbraucherschutzverein tun.

Die Intervention der Mediatorin kann von Kunden angefordert werden, die der Ansicht sind, alle Voraussetzungen für ihre Aktion zu erfüllen.

Kunden haben die Möglichkeit, sich auf eigene Kosten von einem Anwalt oder jeder anderen Person ihrer Wahl in allen Phasen der Mediation (Verbraucherschutzvereine, gesetzliche Vertreter..) vertreten zu lassen. Sie können auch auf eigene Kosten die Meinung eines Experten einholen. Der Antrag der Kunden kann jedoch auch vom Bürgeranwalt und dessen Vertretern, von Mediatoren staatlicher Institutionen und Unternehmen, vom Mediator für Tourismus und Reisen an die Mediatorin der RATP weitergeleitet werden.

Und dann?

Sie erhalten dann eine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrags und falls dieser zulässig ist, wird die Mediatorin der RATP das Dossier in Bezug auf die von den Streitparteien vorgebrachten Fakten überprüfen.

Was tut der Mediator/die Mediatorin, wenn Sie einen Antrag gestellt haben?

  1. Der Mediator/die Mediatorin sendet Ihnen eine Bestätigung über den Erhalt der Dokumente, auf die sich der Antrag des Kunden bezieht und der Mediator/die Mediatorin der RATP bestätigt den Parteien den Erhalt des Antrags auf elektronischem Weg oder per Postschreiben. In dieser Bestätigung wird den Parteien auch mitgeteilt, dass sie den Antrag jederzeit wieder zurückziehen können.

    Wenn nach Prüfung des Antrags festgestellt wird, dass dieser nicht zulässig ist, wird der Kunde innerhalb von drei Wochen ab Erhalt des Dossiers durch die Mediatorin über die Ablehnung des Antrags informiert.

  2. Wenn Ihr Antrag zulässig ist, prüft die Mediatorin das Dossier aufgrund der Fakten, welche Sie übermittelt haben.sie führt in Bezug auf alle zusätzlich notwendigen Informationen bei den zuständigen Dienststellen Nachforschungen durch, um sich einen genauen Überblick über das Dossier zu verschaffen. sie verfügt über eine Frist von 90 Tagen, um ein Urteil abzugeben. Bei komplex gelagerten Streitfällen kann diese Frist jederzeit während des Verfahrens verlängert werden, wobei die Mediatorin die Parteien dann entsprechend informiert. Dazu ist anzumerken, dass das Verfahren zur Eintreibung der Geldbuße während der Bearbeitung des Dossiers durch die Mediatorin suspendiert wird.
  3. Die Mediatorin informiert Sie per Post oder auf elektronischem Weg über den Bescheid bezüglich Ihres Antrags, indem sie ihre Beurteilung mitteilt. Diese Antwort enthält die Fakten Ihres Antrags sowie die Motive für die getroffene Entscheidung. Von der Mediatorin abgegebene Beurteilung wird auch der RATP oder der zuständigen Tochtergesellschaft mitgeteilt.

Was geschieht nach der Entscheidung der Mediatorin?

  1. 1. Die Mediatorin stellt bei Übermittlung ihrer Beurteilung folgendes fest:
    • Der Kunde, jedoch auch die RATP oder die zuständige Tochtergesellschaft, können ihren Lösungsvorschlag annehmen oder ablehnen;
    • Es wird eine Frist für die Annahme oder Ablehnung der Entscheidung durch den Kunden festgelegt;
    • Die Annahme der Entscheidung hat rechtliche Konsequenzen, welche im Schreiben angeführt werden;
    • Die Beteiligung an der Mediation schließt die Anwendung von Rechtsmitteln vor Gericht nicht aus;
    • Die Lösung kann sich von der Entscheidung, die vom Richter getroffen wird, unterscheiden.
  2. Wenn Sie Ihre Geldbuße bezahlen müssen, erhalten Sie die nötigen Informationen für die Bezahlung, insbesondere in Bezug auf die Ihnen eingeräumte Frist und auf die Kontaktdaten der Inkassostelle für Geldbußen, an welche Sie die Geldbuße entrichten müssen.
  3. Wenn die Frist abgelaufen ist, ohne dass die Geldbuße bezahlt wurde, wird der Bescheid automatisch von den RATP-Dienststellen oder von der zuständigen Tochtergesellschaft an die Finanzverwaltung weitergeleitet.

    Die Weiterleitung des Bescheids an die Finanzverwaltung hat zwei Konsequenzen:

    • Unabhängig vom Betrag, welcher bereits von der Person bezahlt wurde, welche den Verstoß begangen hat, wird die ursprüngliche pauschalierte Geldbuße in eine « erhöhte pauschalierte Geldbuße » umgewandelt, die je nach Art des Verstoßes zwischen € 180 und € 375 betragen kann.
    • die RATP hat auf das Dossier keinen Einfluss mehr und weder die Kundendienststellen noch die Mediatorin können in das Verfahren eingreifen.
  4. ANMERKUNG: Wenn das Dossier an die Finanzverwaltung weitergeleitet wurde, hat der Kunde noch die Möglichkeit, die Geldbuße anzufechten, indem er an seinem Wohnsitz eine Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft einlegt.
  5. Die rechtlichen Folgen der durch die Mediatorin der RATP getroffenen Entscheidung

    Wenn der Kunde die vom Mediator/von der Mediatorin vorgeschlagene Entscheidung akzeptiert, ist die Mediation beendet. Wenn der Kunde jedoch die Entscheidung ablehnt, so dass das Mediationsverfahren endet, können trotz Intervention des Mediators/der Mediatorin der RATP Rechtsmittel eingelegt werden und der Kunde kann sich an das zuständige Gericht wenden.