RATP - aimer la ville Internetseite des Mediators der RATP-Gruppe

Der Mediator

Seit dem Jahr 1990 verfügt die RATP über einen Mediator, der ursprünglich im Rahmen eines zwischen der Generaldirektion des Unternehmens und den Verbraucherschutzvereinen geschlossenen Vertrags eingesetzt wurde. Seit 5. Januar 2016 wird der Mediator von einem Gremium ernannt, das sich aus Vertretern der Verbraucherschutzvereine und der RATP zusammensetzt.

Der Mediator interveniert auf Antrag eines Kunden, um einen Streitfall mit dem staatlichen Industrie- und Handelsunternehmen RATP oder einer seiner direkten oder indirekten Tochtergesellschaften auf gütlichem Weg und kostenlos zu lösen. Letztgenannte haben vertraglich festgelegt, die Dienste des RATP-Mediators nach einer Reklamation in Bezug auf einen Verstoß gegen die Vorschriften, bezüglich der Bestimmungen für den Verkauf von Fahrscheinen oder bezüglich der Servicequalität in Anspruch zu nehmen.

Eine unabhängige Einrichtung im Dienst des Kunden

Nach Inkrafttreten der Verordnung Nr. 2005-1033 vom 20. August 2015 und ihrer Durchführungsbestimmungen wird der Mediator der RATP als Mediator des Unternehmens in einem transparenten Verfahren von einem paritären Gremium ernannt, das von der RATP eingeführt wurde und aus Vertretern der national anerkannten Verbraucherschutzvereine und Vertretern des Unternehmens gebildet wird. Durch diese Ernennung wird das Bestreben des Unternehmens nochmals bestätigt, ein unabhängiges und unparteiisches Mediationsinstrument sicherzustellen. Der unabhängige Charakter wird dadurch unterstrichen, dass dem RATP-Mediator im Organigramm des Unternehmens eine besondere Stellung eingeräumt wird sowie auch durch das eigene, für ihn adaptierte Budget, das in keinem Zusammenhang mit den vom Mediator geäußerten Meinungen steht. Die Bezahlung des Mediators erfolgt völlig getrennt vom Ergebnis des Meditationsverfahrens. Nach Überprüfung der Ernennungsbedingungen durch die Prüf- und Kontrollkommission der Verbraucherschutzvereine wird der RATP-Mediator auf die Liste der Mediatoren eingetragen, welche der Europäischen Kommission bekannt gegeben werden.

Die Ernennung

In der Sitzung des paritätischen Gremiums vom 5. Januar 2016 wurde Frau Betty CHAPPE zur Mediatorin der RATP und der direkten und indirekten Tochtergesellschaften des staatlichen Industrie- und Handelsunternehmens RATP ernannt, welche vertraglich festgelegt haben, die Dienste der RATP-Mediatorin in Anspruch zu nehmen. Das Mandat wurde für die Dauer von 4 Jahren erteilt und kann verlängert werden.

Frau Betty CHAPPE verfügt über die nötigen Fähigkeiten eines Mediators sowie über gute juristische Kenntnisse, insbesondere, was den Konsumentenschutz betrifft. Ihre Diplomabschlüsse und ihre Berufslaufbahn sind aus ihrem Lebenslauf ersichtlich..

Die Garantien für alle Antragsteller

Der RATP-Mediator erfüllt seine/ihre Aufgabe im Rahmen einer transparenten, effizienten und gerechten Vorgangsweise mit Sorgfalt und Kompetenz, völlig unabhängig und unparteiisch.

Er stellt Kunden seine Dienste zur Beilegung von Streitfällen in folgender Art und Weise zur Verfügung:

  • individuell,
  • leicht zugänglich,
  • kostenlos,
  • schnell,
  • unabhängig vom finanziellen Ausmaß des Streitfalls.

Gerechte Nachforschungen

Der Mediator hält sich an das Prinzip der Anhörung aller Parteien, so dass jede Partei darüber informiert sein muss, was ihr zur Last gelegt wird. Daher ist es nicht möglich, dass eine Partei Argumente im Nachhinein aufdeckt.

Während des Mediationsverfahrens überprüft der Mediator/die Mediatorin die vom Kunden vorgebrachten Fakten und die Einhaltung der anwendbaren Regeln (insbesondere bei einer Mediation nach einem Verstoß). Er berücksichtigt auch das Umfeld und kann dazu eine Untersuchung bei der Dienststelle des betreffenden Unternehmens in Auftrag geben und vom Kunden zusätzliche Informationen anfordern.

Der Mediator garantiert jeder Partei, dass er in seiner Beurteilung alle ihm zur Kenntnis gebrachten Faktoren berücksichtigt. Er nimmt daher von den streitenden Parteien keine Untersuchung entgegen.

Er informiert die Parteien umgehend von allen Fakten, die seine Unabhängigkeit, seine Unparteilichkeit beeinträchtigen oder einen Interessenskonflikt verursachen könnten. Er informiert die Parteien auch über ihr Recht, die Einstellung seiner Mission zu fordern. Wenn sich eine Partei tatsächlich gegen die Fortsetzung der Mediation ausspricht, wird diese beendet.

Erstellung eines Jahresberichts

Der RATP-Mediator verfasst jedes Jahr einen Tätigkeitsbericht, in welchem folgende Informationen enthalten sind:

  1. Die Anzahl der Streitfälle, mit denen er befasst wurde und ihr Gegenstand;
  2. Die in den Streitfällen am häufigsten gestellten Fragen und seine Empfehlungen, wie diese vermieden werden können;
  3. Der Anteil der Streitfälle, die der Mediator abgelehnt hat und eine Auswertung der verschiedenen Motive für Ablehnungen in Prozenten ausgedrückt;
  4. Der Prozentsatz der unterbrochenen Mediationen und die wichtigsten Ursachen dieser Unterbrechung;
  5. Die durchschnittlich erforderliche Dauer für die Lösung von Streitfällen;
  6. Der Prozentsatz der realisierten Mediationen, falls dieser bekannt ist;
  7. Vorhandene Kooperationen innerhalb der Mediatoren-Netzwerke für grenzüberschreitende Streitfälle;
    In Bezug auf jeden grenzüberschreitenden Streitfall hinsichtlich eines On-line-Kaufs ist nun in allen EU-Ländern die europäische On-line-Plattform für die Beilegung von Streitfällen zuständig, mit welcher der zuständige Mediator festgestellt werden kann. Die Adresse der Plattform ist folgende: https://webgate.ec.europa.eu/odr/main/index.cfm?event=main.home.chooseLanguage
  8. Der Prozentsatz der dem Konsumenten oder dem Unternehmen vorgeschlagenen Lösungen sowie der Prozentsatz der auf gütliche Weise geregelten Streitfälle.

Ein Beitrag zur Verbesserung der Serviceleistungen des Unternehmens

Der Mediator übermittelt der RATP und den zuständigen Tochtergesellschaften seine Beobachtungen, Bemerkungen und Aufforderungen in Bezug auf die Themen, die Gegenstand der Befragungen, Vorwürfe oder des Unverständnisses seitens der Kunden sind. Seine Tätigkeit trägt somit zur Verbesserung des vom Unternehmen gelieferten Service bei.

Da nun der RATP-Mediator ein Mitarbeiter der RATP ist und ausschließlich von dieser bezahlt wird, erfüllt er folgende Bedingungen:

  • Da der Mediator von einem paritären Gremium aus Vertretern der national anerkannten Verbraucherschutzvereine und Vertretern des Unternehmens ernannt wird, gibt es während der Ausübung der Mediationstätigkeit keinerlei hierarchische oder funktionelle Verbindung zwischen der RATP und dem Mediator.
  • Die Stellung des Mediators ist klar von den operativen Abteilungen der RATP getrennt und der Mediator verfügt für die Durchführung seiner Tätigkeit über ein eigenes ausreichendes Budget.
  • Nach Erfüllung seines Mandats kann der Mediator weder von der RATP noch von dessen direkten oder indirekten Tochtergesellschaften beschäftigt werden, welche vertraglich fixiert haben, die Mediationsdienste der RATP in Anspruch zu nehmen. Dies gilt für eine dreijährige Frist ab dem Datum der Beendigung der Mediationstätigkeit.