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Die Schlichtungstätigkeit in Zahlen

4.085 Schlichtungsanträge sind 2018 eingegangen, gegenüber 1.127 Anträgen im Jahr 2015. Dies entspricht einer Zunahme von 45 % gegenüber 2017. Die Anzahl der Schlichtungsverfahren hat sich innerhalb von 4 Jahren fast vervierfacht.

Verschiedene Faktoren haben zu dieser kontinuierlichen Zunahme geführt. Zunächst ist da die konstante Weiterentwicklung der Streitbeilegung als alternative Möglichkeit der Klärung eines Streitfalles in den verschiedensten Konsumbereichen zu nennen. Hinzukommt die Möglichkeit der Antragstellung per Internet, auf die dieses Jahr 73 % der Schlichtungsanträge entfallen. Die Zunahme der Anträge steht auch im Zusammenhang mit dem Umfeld des Unternehmens. 86 % der Schlichtungsanträge bezogen sich auf ein Strafmandat und insbesondere das Beförderungsentgelt.

Die Anzahl der Schlichtungsanträge an sich ist im Vergleich zur Anzahl der strafbaren Handlungen und anderer Beschwerden, die an den Kundenservice der RATP oder ihrer Tochtergesellschaften, niedrig.

59.000 Reklamationen wurden 2018 an den Kundenservice der RATP gerichtet (bei 295.000 Kundenkontakten pro Jahr). 25.600 Reklamationen bezogen sich auf ein Strafmandat. Insgesamt wurden 2019 im Verkehrsnetz der RATP 1.740.000 Strafmandate ausgestellt. 42 % der Strafmandate wurden sofort bezahlt und gegen Bußgeldbescheinigung oder Quittung abgeschlossen. In den anderen Fällen wurde ein polizeiliches Protokoll erstellt.

 

Fast 70 % der Schlichtungsanträge wurden mit einer Stellungnahme beschieden

In 2018 wurden 2.777 Vorgänge bearbeitet, die in die Zuständigkeit der Schlichterin fielen. Die Anzahl der bearbeiteten Schlichtungsvorgänge hat sich innerhalb von 3 Jahren verdreifacht. 91 % der Vorgänge bezogen sich auf ein Strafmandat.

1.308 Schlichtungsanträge wurde nicht angenommen, da:

649 Anträge vorzeitig gestellt wurden, das heißt ohne dass vorher eine Reklamation an den Kundenservice des Unternehmens gerichtet worden ist, und

253 Anträge verspätet eingingen. Dies erklärt sich aus dem Sonderfall der Strafmandate. Das Unternehmen hat 2 Monate Zeit, um den Vorgang abzuschließen. Nach Ablauf dieser Zwei-Monats-Frist wird das Strafmandat automatisch an die Staatskasse weitergeleitet. Die RATP, und folglich auch die Schlichterin, haben den Vorgang nach Ablauf dieser Frist nicht mehr in der Hand und können nicht mehr eingreifen.

156 Anträge fielen nicht in den Zuständigkeitsbereich, 131 Anträge waren unvollständig und konnten insofern nicht bearbeitet werden und

113 Anträge wurden vom Kunden fallen gelassen, da er zwischenzeitlich eine Antwort von dem betreffenden Unternehmen erhalten hat.

Mehr als die Hälfte der Stellungnahmen fielen zugunsten des Kunden aus

1.295 Stellungnahmen, die die Schlichterin der RATP abgegeben hat, fielen vollständig zugunsten des Kunden aus.

313 Stellungnahmen haben eine Lösung angeboten, die der Forderung des Kunden teilweise entsprach.

Insgesamt fielen 58 % der Stellungnahmen vollständig oder teilweise zugunsten des Kunden aus.

In 1.120 Stellungnahmen, das heißt bei 40 % aller Stellungnahmen, wurde dem Antrag des Kunden nicht stattgegeben und die Entscheidung des Kundenservices bestätigt.

49 Stellungnahmen bezogen sich auf die Klärung eines Sachverhalts oder eine Erläuterung, ohne dass ein Schaden entstanden ist.